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1991:
Als 8-jähriger nahm ich zum ersten Mal Platz in einem Go-Kart

1992:
Ich wollte nur zum Spass einmal an einem Lauf zur Schweizer Mini-Kart Meisterschaft teilnehmen. Zur Überraschung aller gewann ich ihn auf Anhieb. Infolgedessen fuhr ich die meisten Rennen dieser Saison und beendete diese auf dem 2. Rang. Fast hätte es schon in der ersten Saison zum Titel gereicht.

1993:
Nach dem ersten Rennen war für mich klar, dass ich um den Titel mitfahren werde und mein Ziel war es, Schweizermeister zu werden. Es gelang mir mein Ziel zu erreichen und ich wurde Schweizermeister.

1994:
Es gelang mir nachzudoppeln und ich wurde erneut Schweizermeister.

1996:
Da der Start in der Kategorie Junioren so gut war, nahm ich mir für dieses Jahr viel vor. Neben der Schweizermeisterschaft nahm ich auch an internationalen Rennen teil. Der Erfolg blieb nicht aus. Ich wurde Schweizer Junioren-Meister, erreichte den 3. Platz an der Junioren-Kart-Em, den 1. Rang im Prefinale an der Junioren-Kart-Wm und landete schliesslich wegen eines technischen Defektes auf dem 4. Platz im Final.

1997:
Dies wurde ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Es begann überraschend gut. Ich konnte beim GP von Brasilien den 2. Rang nach Hause fahren. Die Schweizermeisterschaft beendete ich auf dem 2. Schlussrang. Eigentlich begann die EM auch gut, aber als ich im Prefinale an 4. Stelle liegend von einem Konkurrenten ins Aus befördert wurde, zerplatzte der Traum von einem Podestplatz.

1998:
Zum ersten mal bestritt ich die Schweizermeisterschaft in der Kategorie ICA und wurde dritter. Nach dieser Saison ging ich für 5 Monate nach England, um die Motorsportsprache zu lernen.

1999:
Es erfolgte der Umstieg in ein Formel-Auto. Ich fuhr meine erste Saison zur deutschen Formel-Ford 1800 Meisterschaft. Die Zielsetztung war, so viel wie möglich zu lernen und mit der Umstellung vom Kart ins Auto klarzukommen. Ich konnte mich erstaunlich gut an das neue Auto gewöhnen und es gelang mir sogar, einige Male unter die ersten 7 zu fahren.

2000:
Diese Saison galt es, das Gelernte aus meinem ersten Formel Ford Jahr umzusetzen. Mir gelang ein perfekter Start in die Saison. Ich konnte in den ersten vier Rennen jeweils die Poleposition, die schnellste Rennrunde sowie das Rennen für mich entscheiden. Ich wurde deutscher Meister mit sechs Siegen von acht möglichen. Beim EM Lauf in Brands Hatch (GB) klassierte ich mich als dritter. An der inoffiziellen Weltmeisterschaft in Brands Hatch parkierte ich meinen Van Diemen im Halbfinal an dritter Stelle liegend, in die Mauer.

2001:
Nach dem Titel in der im Vorjahr zum letzten Mal ausgetragenen deutschen Formel-Ford-Meisterschaft folgte in diesem Jahr der Aufstieg in die Formel Renault. Mit Jenzer Motorsport, mit dem ich schon die beiden Formel-Ford-Jahre bestritt, nahm ich in dieser Saison am Formel Renault Eurocup sowie an einigen Rennen zur deutschen Meisterschaft teil. Als erster Schweizer überhaupt gewann ich - am 8. September auf dem Nürburgring - einen Lauf zum Formel Renault Eurocup. Bis zum letzten Rennen hatte ich sogar noch realistische Chancen auf den Titel. Mein härtester Widersacher, Augusto Farfus, hatte jedoch etwas dagegen. Der Brasilianer schob mich in der siebten Runde auf sehr zweifelhafte und gefährliche Weise von der Strecke. Über den zweiten Gesamtrang habe ich mich dennoch gefreut.


2002:
Was mit grossen Hoffnungen begann, endete mit einer grossen Enttäuschung. Der Einstieg in die Formel 3, für das ich beim Swiss Racing Team Unterschlupf fand, fiel mit den ersten Qualifyings sehr viel versprechend aus. Zum Saisonstart stellte ich den Dallara-Opel als bester Rookie in die sechste Startreihe. Auf dem Nürburgring konnte ich noch einen Zacken zulegen, indem ich zweimal in der dritten Startreihe auftauchte. Doch Schneefall in der Nacht vor dem ersten Rennen zwang die Organisatoren zur Absage des Rennens. Von da an schien sich alles gegen mich verschworen zu haben: unglückliche Umstände, Pech, technische Unzulänglichkeiten und letztendlich Budgetprobleme zwangen mich nach dem fünften Rennen auf dem A1-Ring zum frühzeitigen Abbruch der Saison. Erstmals in meiner Karriere erlebte ich einen herben Rückschlag.


2003:
Nach einem gelungenen Test mit dem Renault V6 im spanischen Albacete, bei dem ich ganz vorne mitfuhr, machte ich mir berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Formel Renault V6 Europameisterschaft. Trotz bereits zugesagten finanziellen Mitteln kam die Unterstützung seitens meines Geldgebers jedoch nicht zustande. Ich stand unvermittelt ohne Cockpit da. Bruno Eichmann hatte ich es zu verdanken, dass ich in diesem Jahr dennoch zu Renneinsätzen mit einem Porsche Carrera 911 GT 3 in der deutschen Langstrecken-Meisterschaft kam. Zu den Höhepunkten zählte dabei ein Sieg beim Swiss Cup in Magny-Cours sowie eine Pole in einem GTP-Lauf. Der Einstieg in den Tourenwagensport gelang mir angesichts des Umstandes, keinen einzigen Testkilometer absolviert zu haben, ausgezeichnet.

 

2004:
Ähnliches wie im letzten Jahr erlebte ich auch in dieser Saison. Der geplante Aufstieg in die Formel Renault V6 platzte kurz vor dem Saisonstart an der zwar versprochenen, aber nicht eingetroffenen Finanzspritze. In allerletzter Minute ermöglichte mir mein Mäzen, Rolf Jäger, den Einstieg in den Porsche Carrera Cup im Carsport Team von Bruno Eichmann. Ohne einen einzigen Testkilometer ging es direkt an das erste Rennen in Hockenheim.

Mit einer Platzierung in den Top 10 gelang mir auf Anhieb ein ansehnliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass ich seit mehr als 6 Monaten in keinem Rennwagen mehr gesessen war. In jedem der folgenden Rennen steigerten wir uns deutlich, so dass wir beim 4. Rennen auf dem Norisring bereits am Podest schnuppern durften. Leider war dies auch wieder die letzte Gelegenheit, unser Können unter Beweis zu stellen. Die Finanzen waren abermals aufgebraucht und wir mussten die Saison frühzeitig abbrechen.

Meinem früheren Teamchef Andreas Jenzer hatte ich es dann doch noch zu verdanken, dass ich im Oktober unverhofft das Formel Renault V6 Finale in Dubai bestreiten durfte. Ohne grosse Vorbereitung und nach zweieinhalb Jahren Abstinenz vom Formelrennsport erreichte ich den 11. Schlussrang. Dieser ganze Event war ein einzigartiges Erlebnis für mich und eine Entschädigung für die Enttäuschungen der letzten Monate!

2005:
In Marc Benz’ Motorsportkarriere ist im letzten Moment und zum Glück immer wieder ein Türchen aufgegangen. So auch zu Beginn der Saison 2005. Er bekommt endlich die zweite Chance, die er mehr als verdient hat. Seinen guten Kontakten zu seinem ehemaligen Teamchef Andreas Jenzer, mit dem er seine grössten Erfolge gefeiert hat, verdankt er die Teilnahme an der neuen Renault Mégane TROPHY mit einem Monsterteilnehmerfeld von 38 Fahrzeugen.

Das Team Iris Racing kümmert sich um seinen 320 PS starken Boliden, auf dem die Startnummer 5 prangt. Die Saison beginnt äusserst harzig, das Auto kommt zum Saisonauftakt in Zolder nicht in die Gänge, Benz schafft es nicht einmal bis zur Startaufstellung. Doch schon in der dritten Veranstaltung in Le Mans fährt Marc als Siebter erstmals in die Punkteränge. Beim nächsten Rennen in Bilbao gewinnt er bereits die Juniorenkategorie, wie später auch in Oschersleben und im Donington Park, wo er sich als Fünfter dem Podest immer mehr nähert.

Himmel und Hölle erlebt er beim vorletzten Rennen in Estoril. Im Qualifying holt er die erste Pole seit vier Jahren und verpasst im ersten Rennen den Sieg nur hauchdünn. Unsägliches Pech ereilt ihn dann im zweiten Rennen: In der letzten Runde wird der Führende, Ludovic Badey, immer langsamer. Benz versucht zu überholen, Badey zieht auf die gleiche Seite und Marc Benz knallt mit grosser Wucht in die Mauer. Zum Abschluss der Saison holt er sich in Monza mit einem 4. Platz im ersten Rennen den Titel eines Junioren-Europameisters. Die Saison endet trotz klassischem Abschuss im letzten Rennen versöhnlich.

2006:
Marc Benz steht Anfang Saison ohne Team und Perspektiven da und rechnet schon mit dem Schlimmsten: mit dem Aufhängen seines Rennhelms am berühmten Nagel. Unverhofft geht doch noch eine Tür auf: Stephan Sohn, Teamchef und –inhaber des Newcomer-Teams SPS, bietet ihm für das 4. Rennen im Porsche Supercup einen Sitz an. Marc Benz überlegt nicht lange und nutzt die Chance als zweiter Fahrer neben dem Routinier Uwe Alzen. Bis Budapest punktet er in allen Rennen und wird zweimal glänzender Sechster (Indianapolis, Hockenheim).

In Budapest fällt er nach einem Crash aus, in Monza wird er unverschuldet abgeschossen. Das grösste Pech ereilt ihn beim ersten Rennen in Indianapolis: Vier Runden vor Schluss rollt er wegen eines defekten Relais aus. Benz liegt zu dieser Zeit an dritter Stelle und hätte locker den ersten Podestplatz eingefahren. Ende Saison resultiert im Schlussklassement trotz Fehlen bei den ersten drei Rennen der glänzende 13. Rang. Der Montlinger beendet seine erste Saison im renommierten Markenpokal als bester Neueinsteiger!

Und Stephan Sohn ist mit seinem Rookie derart zufrieden, dass er ihm schon wenige Wochen nach dem letzten Rennen den Vertrag für 2007 unterzeichnen lässt. Auch hier fackelt Marc Benz nicht lange und unterschreibt für 2007.

Marc in jungen Jahren
Marc im Junior Kart
Siegerehrung
Marc im Formel Ford
Formel
Formel
Porsche

 

 

 


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Datum: 07.09.2008
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